Warnstreiks fortgesetzt

Gute Stimmung beim Warnstreik Magna

  • 03.03.2021
  • Aktuelles, Betriebe/Tarif, Metall- und Elektroindustrie, Magna Exteriors, Gruppen/Gremien, Vertrauensleute, Presse

200 Beschäftigte des Kfz-Zulieferers in Obertshausen sind heute in der Frühschicht dem Aufruf der IG Metall gefolgt. Mit Papp-Sitzkartons fand dieser in anderer kreativer Form statt wie sonst. Die Stimmung bei der einstündigen Kundgebung war gut und kämpferisch.

Die Erste Bevollmächtigte der IG Metall Offenbach, Marita Weber, sagte: „Alle Beschäftigten liefern in der Pandemie, trotz der üblen Bedingungen und der Belastungen, eine Top-Leistung ab. Egal ob mit Maske in der Halle oder mit Rücken-schmerzen im Homeoffice! Und die Beschäftigten haben mit den Entgeltverlusten in Kurzarbeit schon einen großen Teil der Krisenkosten getragen haben, deshalb ist es gerecht, jetzt mehr Entgelt zu bekommen.“

Auf der Kundgebung sagte Uwe Zabel, IG Metall Bezirksleitung Mitte: „Die Arbeitgeber wittern in der Pandemie Morgenluft. Wir können Warnstreiks und auch 24-Stunden-Streiks mit Abstand und Maske. Wo gearbeitet wird, kann auch nicht ge-arbeitet werden. Die IG Metall und ihre Mitglieder sind beweglich!“

Im Hinblick auf dem „Null-Angebot“ für 2021 der Arbeitsgeber sprach IG Metall-Vertrauenskörperleiter Mustafa Ince von Respektlosigkeit gegenüber den Beschäftigten. „Wenn ihr euch nicht bewegt, dann werden wir uns bewegen und zwar kräftiger als Heute,“ rief er den Warnstreikenden zu, die dies mit lautstarkem Trommeln und Lärm bestärkten.

Betriebsratsvorsitzender Achim Schecher forderte alle Noch-Nichtmitglieder auf, sich jetzt endlich zu entscheiden: "Jetzt gilt es gemeinsam solidarisch zu zeigen und endlich Mitglieder unserer Gewerkschaft zu werden. Wer Tarifverträge verteidigen will, muss dazu auch in der Lage sein. Das geht nur mit einer starken IG Metall - auch bei uns."

Marita Weber sagte zum Schluß: „Die Warnstreiks gestern und heute sind erst der Anfang. Die Beschäftigten werden weiterhin vor den Toren zeigen, was sie von dem schwachen Angebot der Arbeitgeber und deren Forderung nach Zahlung des Weihnachts- und Urlaubsgeldes abhängig vom Unternehmenserfolg halten.“ Sie kündigte für nächste Woche weitere Warnstreiks in anderen Betrieben der Region an

2021-03-03-Presseinformation