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Sonntag, 5. September 2010 
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Verlagerung von Schneider Electric Automation GmbH beinhaltet Personalabbau PDF Drucken E-Mail

Seit Monaten kursieren Gerüchte über die Verlagerung des Standorts Seligenstadt der Schneider Electric Automation GmbH in das 70 km entfernte Marktheidenfeld. Die Mitarbeiter hatten die Öffentlichkeit mit zahlreichen eindrucksvollen Aktionen auf ihre Probleme aufmerksam gemacht.

Am Freitag, den 20.11.09 wurde die Belegschaft in Marktheidenfeld und in Seligenstadt von der Geschäftsleitung informiert. Verlagerung und Personalabbau sind nun keine Gerüchte mehr und sollen im dritten Quartal des Jahres 2011 vollzogen werden. Aus Teilnehmerkreisen verlautete, dass mit der Verlagerung ein Personalabbau im Umfang von 16 % an beiden Standorten verbunden ist.

Morgens wurde die Belegschaft in Marktheidenfeld informiert. 40 Kollegen aus Seligenstadt fuhren im Morgengrauen nach Marktheidenfeld, um ihre Solidarität auszudrücken.

 icon Sie verteilten ein Flugblatt, um die Brisanz der Lage auch in Marktheidenfeld zu verdeutlichen. Die IG Metall befürchtet, dass die Geschäftsleitung einschneidende Maßnahmen hinter schönen Worten verbergen wird. Die Aktion wurde von den Marktheidenfelder Kollegen sehr begrüßt. 

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Am Nachmittag wurde die Belegschaft in Seligenstadt informiert. Nach einer stundenlangen Einführung in die bereits bekannte Firmenpolitik wurden die schlimmsten Befürchtungen der Belegschaft bestätigt. Anschließend verlas der Geschäftsführer Norbert Gauss einen Brief des zuständigen französischen Vorstandmitglieds Michel Crochon über den Beschluss zur Verlagerung. Die Belegschaft stellte viele Fragen, wobei die Kernfragen zu den Gründen und den Vorteilen der Verlagerung unbeantwortet blieben. Erst auf ausdrückliches Nachfragen rückte die Geschäftsleitung mit Plänen zum Personalabbau heraus.

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Nach der Veranstaltung entzündeten die Mitarbeiter Grablichter vorm Haus, um ihre Trauer über das Festhalten an einer offensichtlichen Fehlentscheidung der Geschäftsleitung auszudrücken. Die Belegschaft kündigte weiteren Widerstand an und der Betriebsrat wird alle Möglichkeiten des Betriebsverfassungsgesetzes ausschöpfen.

 
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