02.02.2012 |

Langley Group kauft manroland Offenbach

824 Arbeitsplätze bleiben

Aufatmen für viele, die Zukunft für den Traditionsstandort manroland Offenbach ist vorerst gesichert. Am Mittwoch, dem 1. Februar 2012 stimmte der Gläubigerausschuss dem Angebot des britischen Investors Langley zu. Der Investor sagte zu, rund 820 Mitarbeiter (Zahl ohne Auszubildende) in Offenbach zu übernehmen. Die IG Metall sieht im Konzept dieses Investors eine tragfähige Grundlage um den Standort Offenbach und den Bogendruck-Bereich langfristig zu sichern. 

"IG Metall und Betriebsrat begrüßen die einstimmige Entscheidung des Gläubigerausschusses zugunsten von Langley. Dies ist keine Lösung für alle, aber es ist die beste Lösung für Offenbach", sagte die Erste Bevollmächtigte der IG Metall Offenbach, Marita Weber. Es gehe nun darum, manroland neu auf den richtigen Weg zu bringen und zugleich, für die, die gehen müssen Beschäftigungsperspektiven zu erarbeiten.

Die Betriebsratsvorsitzende Alexandra Roßel erklärte: "Es ist bitter, dass wir die Zukunftsfähigkeit des Bogendrucks in Offenbach unter diesen Umständen beweisen müssen. Aber wir werden diesen Beweis erbringen." Betriebsrat und IG Metall werden gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter am Freitag die Belegschaft über die Details der Übernahme des manroland Bogendruckbereichs informieren.

IG Metall Bezirksleiter Armin Schild, wies darauf hin, dass sich den letzten Tagen zwar weitere qualifizierte Interessenten gemeldet hätten. Die IG Metall halte aber das nun beschlossene Konzept für die aussichtsreichste Grundlage für den Standort, das Unternehmen und die bei manroland verbleibenden Kolleginnen und Kollegen. Wenngleich es auch, so Schild, leider keine Lösung für alle Betroffenen bei manroland und den Zulieferern sei.

19.01.2012 |

Arbeitsplatzabbau in Offenbach

750 sollen nur bleiben!

Der Augsburger Standort wurde verkauft, die Beschäftigten von Offenbach und Plauen sollen jeweils in eine neue Gesellschaft wechseln - aber nicht alle! Insolvenzverwalter Werner Schneider sprache gegenüber dem Betriebsrat von ca. 750 Mitarbeitern, die weiterhin bei manroland beschäftigt bleiben sollen.

Vom Betriebsrat forderte er gleichzeitig den Abschluß einer Namensliste im Interessenausgleich und übergab ihm die "Wunschliste" des Unternehmens. Gleichzeitig sollen die Kolleginnen und Kollegen, die vom Abbau betroffen sind, ein Angebot über eine Transfer- und Qualifizierungsgesellschaft von 6 Monaten bei 80% Nettoentgelt des letzten Einkommens erhalten. Dieses Angebot müsse bis zum 30. Januar 2012 unterschrieben sein.

13.01.2012 |

Demonstration in Wiesbaden

Roländer forderten Unterstützung von der Politik

"Politiker hört die Signale, Roländer brauchen Geld für das Soziale," riefen die 1000 demonstrierenden Roländer in Wiesbaden den Landespolitikern zu. Mit 20 Bussen waren die Offenbacher in die Landeshauptstadt gekommen und protestierten vor der Staatskanzlei. Der Landesvorsitzender der SPD Thorsten Schäfer-Gümbel sagte auf der Kundgebung: "Es kann nicht sein, daß die manroland-Mitarbeiter in Hessen nun die Zeche dafür zahlen müssen, daß die Landesregierung ihr Regierungshandeln eingestellt hat."

IG Metall-Bezirksleiter Armin Schild warf der Landesregierung vor, sich lieber für eine Börsenfusion in New York zu engagagieren als für die Beschäftigten und ihre Familien in Offenbach. "Man wagt kaum davon zu träumen, daß sich der hessische Ministerpräsident persönlich für das Schicksal von 1900 Familien, die Zukunft der Region Offenbach und den Erhalt des wichtigsten Industriebetriebes in dieser Region interessen könnte."

Die Auszubildenden hatten eine "Fünf vor Zwölf" - Aufweckaktion vor der Staatskanzlei organisiert und ließen alle Handys klingeln.

Die Kolleginnen und Kollegen machten auf dem Rückweg mit ihrem Demonstrationszug noch vor dem Wirtschaftsministerium halt. Alexandra Roßel forderte: "Helft uns endlich in der Not - Geld her oder manroland ist tot!"

 

10.01.2012 |

Kolleginnen und Kollegen vor dem Tor

Symbolische Mahnwache

In einstündigen Schichten standen die Kolleginnen und Kollegen von 5 Uhr bis 9 Uhr symbolisch vor dem Tor des Werks 2. Mit dieser "Mahnwache" wollten sie auf ihre Situation aufmerksam machen. 

21.12.2011 |

Stuhl-Kette

"Keine Zukunft ohne uns"

Erst vereinzelt, dann plötzlich immer mehr: Stühle in allen Variationen - von klapp- und faltbar bis zum Hocker. Symbolisch für die von der Insolvenz bedrohten 93 Ausbildungsplätzen bei manroland stellten Auszubildende und Beschäftigte eine Stuhlkette in der Innenstadt Offenbachs auf. Auf den Sitzmöbel wurden Plakate "Keine Zukunft ohne uns - manroland muss bleiben!" befestigt. Die 45 minütige Aktion wurde beendet mit dem Tragen des Banners des OFC.

Ausbildungsberufe bei manroland sind u.a. Industrie-, Zerspanungs- und Gießereimechaniker, Mechatroniker, Technischer Zeichner, Industriekaufleute, Elektroniker und Studierende im Praxisverbund.

17.12.2011 |

1:0 für Offenbach

Symbolisches Ergebnis auch für manroland!

Viele "Roländer" kamen bereits ab 12 Uhr zum Bieberer Berg, um bei der Verteilung der Faninformation an die Besucher des Spiels zu helfen. Eine Solidaritätswand gab den Fans die Möglichkeit selbst ihre Unterstützung schriftlich zu bekunden. Unterstützt wurden sie musikalisch mit "heißen" Trommelrhythmen.

Zu Beginn des Spiels hatte Alexandra Roßel, Betriebsratsvorsitzende von manroland und Horst Schneider, Oberbürgermeister der Stadt Offenbach, Gelegenheit die Fußballfans über die Situation zu informieren.

Die Spieler liefen mit einem Transparent "manroland muss bleiben - die Beschäftigten viel Kraft und Erfolgt" in das Stadion ein. Die Stimmung war besonders gut, nach dem das Ergebnis von 1:0 für Offenbach erzielt wurde. Viele waren sich einig: Dies ist das richtige Ergebnis auch für manroland! 

08.12.2011 |

1900 rote Luftballons

Solidaritäts-Kundgebung auf dem Wilhelmsplatz

Genau um 15.30 Uhr fliegen 1900 rote Luftballohn über den Wilhelmsplatz. Jeder steht symbolisch für einen der 1900 Beschäftigten von manroland in Offenbach. "Diese Firma ist ein wichtiger Faktor in Offenbach," sagt Stefan Körzell, DGB Bezirksvorsitzender in Hessen und Thüringen. 500 Menschen sind auf dem Platz gekommen.

Viele Stadtverordnete kamen verspätet, weil der Ältestenrat sich gegen eine Verschiebung der Sitzung ausgesprochen hatte. Die Sitzung wurde unterbrochen. Für sie sprach Horst Thon zu den Teilnehmenden.

Wolfgang Förster, VK-Leiter von Mercedes-Benz in Wörth war mit mehreren Vertrauensleuten extra von einem Seminar in Bad Orb angereist und sprache ein Grußwort.

Die "Soldaritätswand für die Roländer" war schnell vollgeschrieben.

01.12.2011 |

1500 in Frankfurt

Roländer demonstrierten vor Allianz

Richtig viele und richtig laut waren die "Roländer" und sie haben klar gemacht: Wir lassen uns nicht einfach die Zukunft klauen! Auf Plakaten und in den Reden haben sie den Haupteigner Allianz unmissverständlich dazu aufgefordert, zu der Verantwortung für die Beschäftigten am Standort Offenbach zu stehen und alles für den Erhalt des Standorts und der 1900 Arbeitsplätze zu tun.

29.11.2011 |

Insolvenz bei manroland

Informationsblatt für Beschäftigte

Die IG Metall Offenbach hat gemeinsam mit dem Betriebsrat von manroland für die Beschäftigten ein Informationsblatt mit Fragen und Antworten zusammengestellt. Die IG Metall bietet ihren Mitgliedern individuelle Beratung nach Terminvereinbarung an. 

29.11.2011 |

Insolvenz von manroland

IG Metall: Hoffnung für Offenbach

Nach einem rund eineinhalbstündigen Gespräch im hessischen Wirtschaftsministerium haben die IG Metall, Wirtschaftsminister Dieter Posch und Sozialminister Stefan Grüttner sich auf ein gemeinsames Vorgehen und enge Abstimmung bei der Rettung des hessischen manroland-Standorts Offenbach verständigt. Die IG Metall begrüßte, dass, nach anfänglichen Schwierigkeiten, die Landesregierung jetzt den Ernst der Lage, aber auch die Chancen für den Standort Offenbach erkenne. Grundlage des Gesprächs war die gemeinsame Einschätzung, dass Offenbach über Technologie-, Fertigungs- und Vertriebskompetenz im Bogendrucksegment verfügt, die eine tragfähige Perspektive für die Fortführung biete.

Aus Sicht der IG Metall muss jedoch in den nächsten Tagen zunächst die Fortsetzung der Geschäftstätigkeit durch einen Massekredit ermöglicht werden. IG Metall Bezirksleiter Armin Schild forderte Banken, Anteilseigner aber auch die hessische Landesregierung auf, die Zukunft von 2.000 Menschen daran nicht scheitern zu lassen. „Wer jetzt die ideologischen Scheuklappen aufzieht, versündigt sich an den Menschen und der Region“, sagte Schild. Er erwarte eine eindeutige und konstruktive Einflussnahme der Landesregierung in diesem Sinne.

28.11.2011 |

Insolvenz bei manroland

Oberbürgermeister Schneider informiert sich über Situation bei manroland

Am Montag, den 28.11.2011 fand ein Informationsgespräch zwischen OB Horst Schneider und BR-Vorsitzende Alexandra Roßel statt.

Anschließend hatte der OB ein Gespräch mit der 1. Bevollmächtigten der IG Metall Offenbach, Marita Weber, und Herrn Geiwitz, Vertreter des Ins.-Verwalters.

28.11.2011 |

Insolvenz von manroland

IG Metall führt Gespräche mit Wirtschaftsminister

IG Metall und Betriebsrat von manroland werden am Dienstag mit dem hessischen Wirtschaftsminister Dieter Posch zusammentreffen, um Gespräche über die Zukunft des insolventen Druckmaschinenherstellers zu führen. Am Standort in Offenbach sind etwa 1.900 Beschäftigte von der Insolvenz betroffen. Die IG Metall will mit der hessischen Landesregierung prüfen, inwieweit das Land auch Landesbürgschaften für manroland bereit stellen kann. An dem Gespräch, das am Dienstagvormittag in Wiesbaden stattfindet, nehmen unter anderem die Betriebsratsvorsitzende Alexandra Rossel, die Erste Bevollmächtigte der IG Metall in Offenbach, Marita Weber, das Aufsichtsratsmitglied Peter Wich und Bezirksleiter Armin Schild teil.

„Wir fordern von den Anteilseignern, der Politik in Hessen und auf Bundesebene sowie vom Insolvenzverwalter ein Konzept, das Beschäftigungsperspektiven für möglichst alle manroland-Beschäftigten bietet. Wir sehen drei Optionen für manroland", sagte Bezirksleiter Schild. „Erstens, ein Fortführungskonzept aus der Insolvenz heraus, das aus Sicht der IG Metall verbunden werden muss, mit einem industriepolitischen Konzept für die gesamte Druckmaschinenbranche. Zweitens wir sichern über eine Transfergesellschaft den manroland-Beschäftigten zu, dass kein Arbeitsverhältnis ohne Anschlussperspektive beendet wird. Drittens: Es werden schnellstmöglich ein oder mehrere neue Investoren für Offenbach gefunden."

25.11.2011 |

Druckmaschinenhersteller:

IG Metall fordert Zukunftsplan

Diese Entscheidung ist ein Schlag ins Gesicht der Arbeitnehmer. Verantwortlich dafür sind die Altgesellschafter Allianz und MAN. Kurz vor Weihnachten stehen 6.600 Beschäftigte und ihre Familien vor dem Nichts. Das ist eine zynische Bescherung! Die IG Metall Offenbach fordert deshalb: auch für MAN und Allianz muss Artikel 14 des Grundgesetzes gelten. Eigentum verpflichtet!

Wir fordern deshalb die uneingeschränkte Haftung von MAN und Allianz für alle Folgen dieser Entscheidung. Im Werk Offenbach sind noch 1900 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigt, davon 84 Auszubildende.

Erklärung der Betriebsratsvorsitzenden bei manroland in Offenbach, Alexandra Roßel

"Unsere Kolleginnen und Kollegen sind zutiefst betroffen, aber auch enttäuscht und wütend über diese Entwicklung und erwarten nun zu recht von den Anteilseignern, dass sie jetzt soziale Verantwortung übernehmen und eine Fortführung des Standortes Offenbach aktiv unterstützen.

Besonders bitter ist es, dass so kurz vor Weihnachten noch nicht einmal mehr die Löhne und Gehälter für November bezahlt werden können." 

25.11.2011 |

manroland

Druckmaschinenhersteller in Insolvenz

Bild zum Thema manroland

Die Beschäftigten von manroland in Augsburg, Plauen und Offenbach wurden heute über den Antrag auf Insolvenz in Belegschaftsversammlungen informiert. IG Metall fordert Zukunftsplan für das Unternehmen.